Mals – Angenehm überrascht
von den 140 Zuhörern am letzten Lyrikabend in Mals war Johannes
Fragner Unterpertinger (in arte Hans Perting), aber nicht nur er.
Die junge Maria Raffeiner aus Tschengls hatte auch ihre Freunde
aus Innsbruck und Wien eingeladen, und sie sind alle gekommen.
Maria Raffeiner studiert Germanistik in Wien.
Musikalisch begleitete
sie Patrick Strobl aus Schlanders, Mitglied der „Crazy Cangoos“.
Raffeiner schnitt alle jene Themen an, die uns selbst und die Gesellschaft
bewegen. In knapper, strenger Form, verdichtete Maria Raffeiner
ihre Aussagen und bezog sich auf das „lyrische Ich“.
Sie unterstrich ihre knappe Ausdruckskraft mit Pausen zwischen
ihren Gedichten, damit der Zuhörer gleich noch einmal in sich „hineinhören“ konnte.
Ganz im Kontrast dazu standen die englischen Songs von Patrick
Strobl auf der Gitarre.
Johannes Fragner Unterpertinger freut sich über den Erfolg
der Lyriktage: „Diesen habe ich mir so nicht erwartet“,
sagt er dem „Vinschger“ auf Anfrage. Sollte er vom
Bildungsausschuss Mals wieder gefragt werden, werde er gerne wieder
etwas organisieren. Die finanzielle Unterstützung des Bildungsausschusses
sei wichtig gewesen. Sibille Tschenett, die Vorsitzende des Bildungsausschusses
Mals und Gemeinderferentin, sagte dem „Vinschger“: „Ich
kann mir nicht erklären, woher der Erfolg kam, aber er war
da. Ich kann mir sicher vorstellen, dass wir im nächsten Jahr
wieder etwas veranstalten, vielleicht Lesungen in Prosa.“
Ausschlaggebend hierfür sei die Zusammenarbeit mit Johannes
Fragner Unterpertinger. Landesrätin Sabina Kasslatter Mur,
die bei der Eröffnung der Lyriktage in Mals anwesend gewesen
war, bezieht sich auf ihre Rede, als sie gesagt hatte, dass der
Vinschgau offensichtlich noch immer das Tal sei, das der Kreativität
speziellen Raum biete.
Zudem hatte sie betont, dass dieses erste „Malser Festival“ ausschließlich
weiblich besetzt sei. Junge, begabte Lyrikerinnen aus dem Vinschgau
bzw. mit einem Vinschgau-Bezug hätten ein Forum gehabt, ihre
Wortschöpfungen zu präsentieren. „Gerade für
junge und zumeist noch wenig bekannte Autorinnen eine konkrete
Chance, sich einer breiteren Öffentlichkeit zu stellen“.
(dany)
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